Es gibt verschiedene Möglichkeiten, seine Ledersitze zu reinigen und zu pflegen. Dazu gehören klassische Lederreiniger, Schaumreiniger, Hausmittel, Lederreinigungstücher und einige mehr.

Als Fanatiker von Fahrzeugpflege habe ich schon so manche Verfahrenstechniken angewendet und getestet. Doch für mich kommt immer wieder nur eine Methode für das Reinigen von Ledersitzen in Frage.

In diesem Leitfaden möchte ich dir unteranderem zeigen, welche Vorteile es hat, Ledersitze regelmäßig zu reinigen, bevor ich dann aber in die Schritt für Schritt Anleitung übergehe. Danach werde ich dir einige wichtige Dinge über Leder, Lederreiniger und Tipps erklären, sodass deine Ledersitze in Zukunft wieder wie neu aussehen.

Das Bild zeigt eine Kurz Anleitung wie man Ledersitze reinigen kann und welches material man braucht.

Vorteile für gereinigte Ledersitze

Tatsächlich haben saubere Ledersitze nicht nur einen ästhetischen Vorteil, sondern beugen auch potenzielle Schäden vor. Hier sind die wichtigsten Vorteile:

  • Erhöht die Lebensdauer der Sitze
  • Beugt Rissbildung und Verschleiß vor
  • Erhält den Wiederverkaufswert
  • Spart das Portemonnaie
  • Schützt vor Bakterien und Schimmel

Also, wie man feststellt, kommt man bei einer Lederausstattung im Auto nicht drumherum, seinen Sitzen regelmäßig Aufmerksamkeit zu schenken.

So reinigst du deine Ledersitze

Bevor wir nun starten, die Ledersitze wieder auf Vordermann zu bringen, halte folgende Dinge bereit:

Materialliste

  • Staubsauger
  • Lederreiniger mit Bürste
  • 2-3 Mikrofasertücher
  • Lederpflege
  • Lederversiegelung

1. Staubsaugen:

Ledersitze absaugen

Der erste Schritt ist es, die Ledersitze gründlich abzusaugen. Dafür eignet sich am besten ein Staubsauger mit einem schmalen Aufsatz, damit man auch zwischen die Rillen kommt. Wenn kein entsprechender Aufsatz vorhanden ist, sollte man darauf achten, dass das Rohr keine Kratzer im Leder verursacht.

2. Lederreiniger mit Bürste einmassieren:

Ledersitze reinigen

Sprühe oder trage etwas Lederreiniger auf deine weiche Bürste und massiere in kreisenden Bewegungen mit zunächst leichtem Druck über den Sitz. Am besten testest du deinen Lederreiniger erstmal an einer unauffälligen Stelle an deinen Ledersitzen.

Achte dabei darauf, dass du zwischen den Nähten gründlich reinigst. Arbeite dich immer über die gesamte Fläche vor, zum Beispiel die Sitzfläche, um mögliche Verfärbungen zu verhindern.

3. Abwischen:

Wische mit einem weichen Mikrofasertuch den kompletten Lederreiniger von den Sitzen und achte dabei darauf, dass er nirgends antrocknet. Wenn noch Rückstände vorhanden sind, entferne sie mit einem nassen Tuch von der Oberfläche.

4. Sitze trocknen:

Wichtig ist, dass die Sitze nach der Reinigung gut durchtrocknen können, um Schimmel vorzubeugen. Dafür bietet es sich an, für einige Stunden die Fenster oder die Türen geöffnet zu lassen oder in einer Garage zu parken.

5. Pflegen und schützen:

Ein sehr wichtiger Punkt ist das anschließende Pflegen der Ledersitze. Durch die Beanspruchung und jetzt die gezielte Reinigung kann das Leder etwas rau und stumpf wirken.

Mit der passenden Lederpflege und einem weichen Mikrofasertuch massiere die Lederpflege in die Sitzoberfläche ein und wische anschließend noch mal mit einem trockenen Tuch drüber. Durch die Lederpflege wird das Leder langanhaltend geschützt und sorgt für einen schönen Farbglanz.

Alternative Hausmittel

Du kannst auch erstmal zu einem Hausmittel greifen und dich damit versuchen. Dafür eignen sich am besten Essig und etwas Leinöl sowie eine weiche Zahnbürste.

Dazu mischt man rund 200ml Essig mit 50ml Leinöl und reinigt mit der Lösung und der Zahnbürste oder einem Mikrofasertuch in den gleichen Arbeitsschritten über den Sitz.

Welchen Lederreiniger ist der Beste?

Ich verwende den Sonax PROFILINE LeatherCleaner. Der Reiniger ist ein starker Schaumreiniger, was den Vorteil hat, dass Schaumreiniger den Sitz nicht durchnässen.

Wichtig ist bei der Anwendung, dass man immer zusammenhängende Flächen reinigt, sprich die ganze Sitzoberfläche und nicht nur die Hälfte, da sonst Farbunterschiede entstehen können.

Folgendes muss bei der Reinigung von Ledersitzen beachtet werden

Beim Reinigen der Ledersitze mit entsprechenden Lederreinigern sollte vor der Reinigung die Kompatibilität geprüft werden, denn nicht jeder Lederreiniger ist für jeden Ledertyp geeignet.

das Bild zeigt wie man Ledersitze pflegen sollte.

Viele Reiniger eignen sich zwar für Kunstleder, Rauleder oder normales Glattleder, sind aber nicht für Velours, Anilin-, Nubuk- und Wildleder geeignet, wie zum Beispiel der Lederreiniger von Sonax.

Bei Glattleder sollte man auf herkömmliche Reinigungsmittel oder auf Hausmittel gänzlich verzichten, da diese sich für Glattleder nicht eignen zum Reinigen und eher für Verfärbungen und ein Austrocknen des Leders verursachen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass bei der Reinigung von Ledersitzen der entsprechende Lederreiniger nach dem Reinigen wieder vollständig vom Leder entfernt wird, am besten mit einem angefeuchteten Mikrofasertuch.

Weißes oder helles Leder reinigen

Weißes und helles Leder kann von den Arbeitsschritten her genauso gereinigt werden wie dunkles Leder.

Das bild zeigt wie man weiße Ledersitze reinigt.

Dennoch sind meistens helle Ledersitze häufiger beansprucht und mit Verfärbungen versehen, zum Beispiel durch Jeanshosen, schwarze Knöpfe oder dunkle Jacken.

Achte bei der Auswahl deiner Lederpflegeprodukte darauf, dass keine zusätzlichen Farbauffrischer für spezielle schwarze Ledersitze beigefügt sind, sondern sich für helle Sitze eignen.

Tipps und Tricks

Um lange Freude von deinen Ledersitzen zu haben, sind hier meine besten Tipps & Tricks für dich:

  • Teste dein Reiniger an unauffälligen Stellen.
  • Verwende einen hochwertigen Reiniger.
  • Nutze Lederpflege, die für Schutz und Farbfrische sorgt.
  • Lasse keine anderen Chemikalien an die Ledersitze.
  • Reinige 1-3 mal im Jahr gründlich deine Sitze.
  • Schütze deine Sitze vor UV-Strahlen.
  • Vermeide Knöpfe an den Hosentaschen.
  • Sauge deine Sitze regelmäßig ab, um Reibung von Dreck und Schmutz auf den Sitzen zu vermeiden.
  • Versiegle die Sitze.
  • Bei offenporigen Ledersitzen auf Wasserreinigung verzichten.

Ledersitze im Cabrio

Ledersitze im Cabrio benötigen etwas mehr oder häufigere Aufmerksamkeit als bei geschlossenen Autos. Das liegt hauptsächlich an der Sonne. Die UV-Strahlen greifen die Lederoberfläche an und sorgen für Farbverlust, Austrocknen und Risse.

Das Bild zeigt rote Ledersitze im Cabrio.

Daher sollten Ledersitze in Cabrios häufiger gereinigt und gepflegt werden und entsprechend mit einer Lederversiegelung geschützt werden. Diese Versiegelung verhindert das Ausbleichen und die Rissbildung.

Meine Erfahrung

Auch wenn ich persönlich nicht sehr auf Ledersitze stehe, aber mein Volvo XC90, welcher sie hat, ist es unausweichlich, sie 2-3 mal im Jahr wirklich intensiv zu reinigen und zu pflegen.

Auch bei Kundenfahrzeugen stelle ich immer wieder fest, dass das Leder vernachlässigt wird. Gerade um den Werterhalt und Rissbildung vorzubeugen, ist das richtige Reinigen und Pflegen von Ledersitzen wichtig.

Häufig gestellte Fragen


Wie oft sollte ich meine Ledersitze reinigen & pflegen?

Bei geschlossenen PKWs reicht es aus, die Sitze je nach Beanspruchung 2-3 mal im Monat abzusaugen und 1-3 mal im Jahr intensiv zu reinigen und zu pflegen.

Was kann ich tun, um Flecken von meinen Ledersitzen zu entfernen?

Mit einer entsprechenden Lederreinigung und einer weichen Bürste kann man gezielt die Flecken ausmassieren.

Wie kann ich meine Ledersitze vor Kratzern schützen?

Durch regelmäßiges Reinigen und anschließendes Pflegen mit einer Lederpflege bleibt das Leder geschmeidig und ist weniger anfällig für Kratzer.

Wie kann ich meine Ledersitze reparieren?

Es gibt spezielle Reparatursets für Ledersitze, die sich zum Ausbessern von kleineren aber auch größeren Schäden eignen. Du kannst hier nochmal genau nachlesen.