Manchmal vergeht die Zeit schon fast wie ein Fingerschnippen, und es ist schon wieder Zeit, seine Reifen zu wechseln.

Ob man den Wechsel selbst mit dem Wagenheber auf der Auffahrt macht oder in der Werkstatt anschließend, ist klar: Es müssen die Räder bis zur nächsten Saison richtig eingelagert werden.

Aber wie werden die Räder richtig eingelagert, und was gibt es alles zu beachten? Dieses und vieles mehr beantworte ich in diesem Artikel.

Das Bild zeigt eine Anleitung wie man Reifen richtig einlagert

Reifen richtig lagern – Vorbereitung

Bevor die Reifen oder Kompletträder ihren Platz zu Hause finden, sollte bei der Demontage bereits darauf geachtet worden sein, dass die Reifen markiert wurden, um sie später wieder dort zu verbauen, wo sie waren.

Zur Vorbereitung gehören zwei wichtige Dinge:

1. Reifen prüfen:

Das Bild zeigt wie man die Profiltiefe richtig misst.

Zuerst prüft man die Reifen und Felgen auf äußerliche Beschädigungen, indem man sie am besten mit einer Taschenlampe gründlich absucht.

Dabei schaut man nach Beulen, Rissen, Kantsteinschäden, der Profiltiefe und anderen Dingen, die im Profil stecken könnten. Gegebenenfalls könnte man sie bereits für die nächste Saison schon erneuern.

2. Reifen reinigen:

Die Reifen und Felgen sollten, bevor sie eingelagert werden, ebenfalls einmal gewaschen werden, um Straßenschmutz, Bremsstaub und Ölrückstände zu entfernen. Danach sollten sie für einige Stunden an der Luft gut durchtrocknen, bevor sie eingelagert werden.

Das Reinigen geht am besten mit einem milden Felgenreiniger, einem Schwamm oder einer Felgenbürste.

Was ist der optimale Lagerort? – Zuhause

Jetzt stellt sich die Frage, wo nun die Räder hingehören. Und da gibt es keinen Unterschied, ob nun mit oder ohne Felgen: Sie müssen kühl, trocken, sauber, nicht auf dem Boden und am besten an einem Ort, wo nicht viel Licht bzw. keine Sonne hineinscheint, gelagert werden.

Also ist die Garage, der Keller oder der Schuppen keine schlechte Wahl.

Reifen ohne Felgen

Reifen ohne Felgen müssen senkrecht gelagert werden und im optimalsten Fall nach 3 Monaten um 180° gedreht werden um Standschäden zu verhindern.

Kompletträder einlagern

Bei Kompletträdern bietet es sich an, gerade für zu Hause, auf einen Felgenbaum zurückzugreifen oder eine Wandhalterung zu verwenden. Wichtig dabei ist, dass sie nicht direkt auf dem Boden stehen und etwas Luft von unten an die Räder gelangt.

Was muss ich nach der Einlagerung beachten?

Nach der Einlagerung sollten die Reifen noch einmal untersucht werden auf eventuelle Standsschäden, und der Luftdruck sollte gemäß den Herstellerangaben des Fahrzeugs kontrolliert werden bevor sie auf das Auto montiert werden.

Was kostet es, sie im Fachbetrieb einlagern zu lassen?

Reifen Einlagerung im Fachbetrieb.

Die Reifeneinlagerung in einem Fachbetrieb kostet in der Regel zwischen 25 und 35 Euro pro Saison. Dabei ist jedoch meistens keine Reifenwäsche inklusive.

Welche Vorteile hat das Einlagern zu Hause?

Auch wenn es für manche etwas umständlich sein kann aufgrund von Platzmangel, ihre Reifen zu Hause einzulagern, gibt es auch ein paar Vorteile.

Diese drei Argumente sind für mich die wichtigsten:

Kosteneinsparung:

Der Hauptvorteil ist wohl die Kosteneinsparung bei der Reifeneinlagerung. Mit rund 50-70 Euro pro Jahr kann man dort viel Geld sparen.

Flexibilität:

Besonders zur Reifenwechselzeit sind die Werkstätten oft komplett ausgebucht, und man muss mehrere Wochen auf einen Termin warten. Wenn die Räder zuhause eingelagert sind, hat man jetzt die Möglichkeit, sie selbst zu tauschen oder einen Termin in einer anderen Werkstatt zu machen.

Zugriff:

Du hast jederzeit Zugriff auf deine Reifen, egal ob zur Kontrolle, Pflege, einer Felgenpolitur oder im Notfall als Funktion eines Reserverads.

Häufige Fehler beim Einlagern

Die drei häufigsten Fehler, die ich immer wieder durch das falsche Einlagern sehe, sind:

Falsch eingelagerter Reifenstapel.

Falscher Lagerort:

Oft stehen die Reifen draußen in der Sonne, im Regen oder direkt auf dem Boden was äußerst schlecht für Felge und Reifen ist. Die Witterungsbedingungen sorgen nicht nur für Rost an der Felge, sondern auch das Austrocknen der Reifenflanken, wodurch sie schneller porös und rissig werden.

Falsche Stapelung:

Viele Reifen weisen nach der Einlagerung Druckstellen oder sogenannte Standplatten auf, weil sie falsch gestapelt wurden.

Nicht gereinigt:

Ein wirklich wichtiger Punkt, der leider häufig nicht gemacht wird, ist das Reinigen vor der Einlagerung. Hier wäscht man nicht nur Straßenschmutz ab, sondern auch eventuelle Ölrückstände oder Bremsstaub von den Reifen, welche aggressiv auf das Gummi reagieren und die Lebensdauer der Reifen verkürzen.

Häufig gestellte Fragen


Warum sollte man Reifen nicht stehend einlagern?

Wer Reifen senkrecht auf dem Boden einlagert, riskiert Standplatten oder Standschäden und muss im schlimmsten Fall seine Räder zur nächsten Saison erneuern.

Was muss ich bei meinen Rädern beim Überwintern des Autos beachten?

Sollten deine Räder über den Winter auf dem Auto montiert bleiben, sollte man zum Beispiel Styroporplatten unter die Räder legen. Die Platten verhindern, dass sich Standplatten bilden können, da das Styropor mit der Zeit nachgibt.

Sollte man den Luftdruck bei eingelagerten Rädern erhöhen?

Es ist empfehlenswert, den Luftdruck um ca. 0,5 bar zu erhöhen, da die meisten Räder über die Einlagerungszeit etwas Luft verlieren können.